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Haltbarkeit und Hygiene

Haltbarkeit und Hygiene

Unter der Prämisse der Haltbarkeit begann die Lebensmittelindustrie Anfang des 19. Jahrhunderts mehr und mehr Lebensmittel so zu verarbeiten, dass lang haltbare Nahrungsmittel entstanden. Dabei wurden auch den Anforderungen des Militärs an unverderbliche Nahrung Rechnung getragen. Die Haltbarkeit wurde mit zunehmender Bevölkerungszahl und dem Entstehen von Supermärkten und Discountern zu einem ernstzunehmenden Thema. Die Nahrungsmittel kann man ja nicht alle 3 Tage frisch ins Regal stellen. Mehr und mehr wurde dem Gott der Haltbarkeit und damit dem Profit der Industrie die Lebendigkeit von Nahrung geopfert. Die Skepsis der Bevölkerung wird durch Werbung für die Produkte im Fernsehen zerstreut.

Um die Haltbarkeit zu erhöhen, wird vielen Produkten als Stabilisator Phosphat (E 338 – 343 und weitere) zugesetzt. Diese findet man in Käse (Schmelzkäse), in Wurstwaren, als Säuerungsmittel in Süßwaren und in Softgetränken (besonders koffeinhaltige wie Cola). Als Verdickungsmittel ist es im Pudding und als Treibmittel in Backwaren enthalten. Anders als die natürlichen Phosphatsalze, die als Calziumphosphat für den Knochenaufbau benötigt und über die Nieren ausgeschieden werden, verbinden sich künstliche Phosphatverbindungen im sauren Milieu mit Calzium und lagern sich als Mineralien an den Gefäßwänden ab. Nicht das Cholesterin, sondern Calziumphosphat verhärtet und verengt die Gefäße und erhöht dadurch den Blutdruck.

Zunehmend werden Nahrungsmittel in Blechdosen konserviert. Alle sich darin  befindenden Stoffe sind der Gesundheit NICHT zuträglich. Sie sollten nie Artikel als Konservendose kaufen, die auch im Glas angeboten werden. Selbst grenzwertig gesunde Nahrungsmittel wie Ketchup oder Mayonnaise kauft man am besten im Glas und nicht in der Plastikflasche!

Aluminium hat als Verpackungsmaterial Einzug in die moderne Nahrungsmittelindustrie gefunden. Manchmal ist es nur ein Aluminiumdeckel auf einem Plastikbecher, manchmal ist es eine komplette Schale, die das ursprünglich wertvolle Lebensmittel vergiftet. Ich benutze das Wort ‚vergiftet‘ absichtlich, weil mir daran gelegen ist, dass Sie die Tragweite der Verwendung nicht biologischer Materialien in der Nahrungsmittelindustrie verinnerlichen.

Auf den Zug der Massenproduktion von Nahrungsmitteln sprang dann auch die Hygieneindustrie auf. Früher ging man mit einer Milchkanne zum Kaufmann, die dieser mit Milch aus einem Kübel literweise befüllte. Käse, immer frisch vom Laib geschnitten, wurde in Pergamentpapier* gewickelt oder direkt in ein vom Kunden mitgebrachtes Behältnis gelegt. Das ist heute ‚aus hygienischen Gründen‘ nicht mehr möglich. Es ist überaus unehrlich, wenn panische Hygieneverordnungen von manipulierten Politikern erlassen werden und diese dann dem Verbraucher vorwerfen, ER würde zu viel Müll produzieren.

*Pergamentpapier, auch als Butterbrotpapier bekannt, stammt aus der Zeit, als es noch keine Alu- und Plastikfolie gab. Es sollte auch heute häufiger als sinnvolle, gesunde und preiserte Verpackungsalternative genutzt werden.

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